Nas-Rechner

8 TB im NAS: die ausgewogenste Größe für ein Vierschacht-Gerät

Porträt von Katrin WeberVon Katrin Weber · Daten geprüft von Daniel Krüger · Aktualisiert
Kurz und knapp · Stand 29. August 2026

8 TB ist für ein Vierschacht-NAS im Haushalt die ausgewogenste Kapazität: hier liegt der Knick in der Preis-je-TB-Kurve, ab dem größere Platten kaum noch günstiger je TB werden, und vier 8-TB-Laufwerke ergeben in RAID 5 rund 24 TB nutzbar, was für Fotos, Filme und Rechner-Backups eines Haushalts jahrelang reicht. Infrage kommen WD Red Plus, Seagate IronWolf und Toshiba N300, alle CMR und für 180 TB Schreiblast pro Jahr freigegeben. Größer als 8 TB lohnt sich vor allem, wenn Sie Schächte für später freihalten wollen.

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Der Knick in der Kurve

Tragen Sie den Preis je TB gegen die Kapazität auf, ergibt sich eine Kurve, die zunächst steil fällt und dann flach wird. Bei 2 und 4 TB ist der Wert je TB miserabel, weil der feste Kostensockel jeder Festplatte, also Gehäuse, Motor, Köpfe und Elektronik, den Preis dominiert. Zwischen 6 und 10 TB fällt die Kurve deutlich ab. Danach flacht sie ab: der Sprung von 8 auf 12 TB bringt je TB noch etwas, der Sprung von 16 auf 20 TB kaum noch, und ganz oben, bei den neuesten und größten Modellen, steigt der Preis je TB sogar wieder, weil man dort für die Spitzentechnik zahlt.

Der Knick liegt seit einigen Jahren ziemlich stabil bei 8 bis 12 TB. Das ist kein Zufall: es ist der Bereich, in dem die Hersteller die größte Stückzahl absetzen und die Fertigung am besten ausgelastet ist.

Für Sie heißt das: unterhalb von 8 TB verschenken Sie Geld je TB. Oberhalb von 12 TB kaufen Sie zunehmend Kapazität, die Sie noch nicht brauchen, ohne dass der Preis je TB die Sache noch attraktiv macht. 8 TB ist deshalb die Größe, bei der die Rechnung für die meisten Haushalte am saubersten aufgeht.

Was vier 8-TB-Platten in der Praxis bedeuten

Vier 8-TB-Laufwerke ergeben 32 TB Rohkapazität. In RAID 5 oder Synology SHR mit einfacher Parität bleiben davon rund 24 TB nutzbar, in RAID 6 oder SHR-2 rund 16 TB, im Spiegel ebenfalls 16 TB.

24 TB sind für einen Haushalt eine große Zahl. Eine Filmsammlung in guter Qualität belegt vielleicht 5 bis 10 TB, eine Fotobibliothek von zwanzig Jahren selten mehr als 2 TB, die Rechner-Backups einer Familie zusammen 3 bis 5 TB. Sie haben also Luft für Jahre, und genau das ist der Punkt: Sie kaufen kein Wachstum, das Sie nie einholen.

Bei 8 TB ist auch die Ausfallsicherheit noch entspannt. Der Wiederaufbau nach dem Ausfall einer 8-TB-Platte dauert in einem Vierschacht-NAS typischerweise einige Stunden bis grob einen halben Tag, nicht mehrere Tage. Einfache Parität, also RAID 5 oder SHR, ist in dieser Größenklasse eine vertretbare Wahl. Erst ab etwa 16 TB je Laufwerk kippt diese Rechnung.

Wählen Sie 8 TB, wenn …

Wählen Sie 8 TB, wenn Sie ein Vierschacht-NAS neu bestücken und es als Medienarchiv und Backup-Ziel für die Familie nutzen. Sie bekommen einen guten Preis je TB, rund 24 TB nutzbar, einen Wiederaufbau in überschaubarer Zeit und mit RAID 5 oder SHR eine Ausfallsicherheit, die zu dieser Größenklasse passt.

Wählen Sie 8 TB, wenn Sie ein Zweischacht-NAS spiegeln wollen. 8 TB nutzbar im Spiegel sind für die meisten Haushalte reichlich, und Sie zahlen deutlich weniger je TB als mit 4-TB-Platten.

Wählen Sie 8 TB, wenn Sie ohne konkrete Wachstumsprognose planen. Bei 8 TB ist der Fehler in beide Richtungen billig: zu viel gekauft tut kaum weh, zu wenig gekauft lässt sich mit einer weiteren Platte im freien Schacht korrigieren.

… und wann Sie größer kaufen sollten

Nicht bei 8 TB bleiben sollten Sie, wenn Sie einen konkreten, großen Speicherbedarf haben: eine Videoproduktion, ein Archiv von Rohaufnahmen, eine große Sammlung unkomprimierter Musik. Dann füllen Sie mit vier 8-TB-Platten die Schächte und stehen in zwei Jahren vor demselben Problem, nur teurer.

Nicht bei 8 TB bleiben sollten Sie, wenn Ihr NAS nur zwei Schächte hat und Sie langfristig planen. In einem Zweischacht-Gerät ist jede Platte ein Drittel Ihres Handlungsspielraums. Dort kann eine 12- oder 14-TB-Platte die klügere Entscheidung sein, obwohl der Preis je TB nur wenig besser ist, schlicht weil Sie keine dritte Möglichkeit zum Nachrüsten haben.

Nicht bei 8 TB bleiben sollten Sie, wenn Ihnen der Stromverbrauch wichtig ist und Sie große Kapazität brauchen. Eine 3,5-Zoll-Platte zieht im Leerlauf 4 bis 6 W, unabhängig von der Größe. Für 32 TB Rohkapazität brauchen Sie vier 8-TB-Platten und damit 16 bis 24 W, oder zwei 16-TB-Platten und damit 8 bis 12 W. Wer die Kapazität ohnehin braucht, spart mit größeren Laufwerken dauerhaft Strom.

Welche 8-TB-Platte konkret

Bei 8 TB sind WD Red Plus, Seagate IronWolf und Toshiba N300 technisch gleichauf: CMR, 180 TB Schreiblast pro Jahr, drei Jahre Garantie. Für ein Heim-NAS mit bis zu acht Schächten können Sie ohne schlechtes Gewissen die gerade günstigste der drei nehmen.

Die Pro-Modelle, also WD Red Pro, IronWolf Pro und N300 Pro, kosten in dieser Kapazität einen deutlichen Aufpreis. Ihn zu zahlen lohnt sich, wenn Ihr Gehäuse mehr als acht Schächte hat oder das NAS produktiv arbeitet. Für ein Familien-NAS kaufen Sie damit vor allem zwei Jahre zusätzliche Garantie.

Was Sie bei 8 TB unbedingt meiden sollten: Desktop-Platten. Seagate führt die BarraCuda in 3,5 Zoll mit 8 TB in der eigenen Liste als SMR. Genau in dieser Kapazität lockt der Preis, und genau hier ist der Fehler am teuersten, weil ein SMR-Laufwerk beim Wiederaufbau eines RAID-Verbunds einbricht und im schlechtesten Fall aus dem Verbund fliegt.

NAS-Festplatten mit 8 TB

Nur NAS-taugliche CMR-Laufwerke. In dieser Kapazität sind WD Red Plus, Seagate IronWolf und Toshiba N300 technisch gleichwertig: die Entscheidung darf hier tatsächlich am Tagespreis hängen.

ModellKapazitätAufzeichnungPreisPreis je TB
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WD Red Plus interne Festplatte NAS 8 TB (3,5 Zoll, Workload-Rate 180 TB/Jahr, 5.640 U/min, 128 MB Cache, 185 MB/s Übertragungsrate, NASware-Firmware für Kompatibilität, 8 Bays) Rot8 TBCMR420 €52,50 €/TBBei Amazon
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Häufige Fragen

Wie viel nutzbarer Speicherplatz bleibt bei vier 8-TB-Platten?

Aus 32 TB Rohkapazität bleiben in RAID 5 oder SHR rund 24 TB nutzbar, in RAID 6 oder SHR-2 rund 16 TB, im Spiegel ebenfalls rund 16 TB. Für einen Haushalt mit Fotos, Filmen und Rechner-Backups reichen 24 TB in der Regel viele Jahre.

Ist 8 TB die beste Größe für ein NAS?

Für ein Vierschacht-Gerät im Haushalt in den meisten Fällen ja. Bei 8 TB liegt der Knick der Preis-je-TB-Kurve, der Wiederaufbau nach einem Ausfall bleibt überschaubar, und RAID 5 oder SHR ist in dieser Größenklasse noch eine vertretbare Wahl. Bei nur zwei Schächten oder konkret hohem Speicherbedarf sollten Sie größer kaufen.

Welche 8-TB-Festplatte ist die richtige fürs NAS?

WD Red Plus, Seagate IronWolf und Toshiba N300 sind in dieser Kapazität technisch gleichwertig: alle CMR, alle 180 TB Schreiblast pro Jahr, alle drei Jahre Garantie. Meiden Sie die Seagate BarraCuda in 3,5 Zoll mit 8 TB, denn die ist laut Seagates eigener Liste SMR.

Reicht bei 8 TB noch RAID 5?

Ja, in dieser Größenklasse ist einfache Parität vertretbar. Der Wiederaufbau nach dem Ausfall einer 8-TB-Platte dauert typischerweise Stunden bis grob einen halben Tag. Erst ab etwa 16 TB je Laufwerk wird die Wiederaufbauzeit so lang, dass doppelte Parität, also RAID 6 oder SHR-2, die vernünftige Wahl ist.

Lohnt sich bei 8 TB eine Pro-Platte?

Nur wenn Ihr NAS mehr als acht Schächte hat oder produktiv arbeitet, also mehrere Nutzer bedient, Videoschnitt oder Überwachungsaufzeichnung. In einem Familien-NAS kaufen Sie mit dem Aufpreis vor allem zwei Jahre zusätzliche Garantie, die Schreiblast von 550 TB pro Jahr werden Sie nie ausschöpfen.

Über den Autor
Porträt von Katrin Weber
Katrin Weber
Redakteurin für Stromkosten & Wirtschaftlichkeit

Katrin Weber rechnet bei nas-rechner.de aus, was ein NAS im 24/7-Betrieb im Jahr kostet, und ordnet Festplattenpreise nach Euro je Terabyte ein. Bei pcbau-rechner.de verantwortet sie die Themen Stromkosten und Energie.

Porträt von Daniel KrügerDaten geprüft von Daniel Krüger, Technischer Redakteur