Wie viele Festplatten brauche ich für mein NAS?
Für 40 TB nutzbaren Speicher brauchen Sie mit 8-TB-Platten sechs Festplatten in RAID 5 oder SHR und sieben in RAID 6. Mit 16-TB-Platten sinkt das auf vier Platten in RAID 5 und fünf in RAID 6. Als Faustformel: Nehmen Sie Ihre Zielkapazität geteilt durch die Plattengröße, und legen Sie für RAID 5 eine Platte, für RAID 6 zwei Platten obendrauf. Der Rechner unten macht das für jede RAID-Stufe gleichzeitig und hängt die aktuellen Amazon.de-Preise daran.
Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
Kalkuliert mit der derzeit günstigsten lieferbaren CMR-Platte dieser Größe: 333 € (41,69 €/TB).
In SHR (Synology Hybrid RAID) bei einfacher Ausfallsicherheit. Ergibt 36,38 TiB nutzbar.
Bestückung: ab 2.001 € für 6 × 8 TB (zusammen 41,69 €/TB)
| RAID-Typ | Festplatten | Nutzbar | Ausfallsicherheit | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| SHR (Synology Hybrid RAID) | 6 | 36,38 TiB | 1 Platte | 2.001 € |
| RAID 5 (Einfache Parität) | 6 | 36,38 TiB | 1 Platte | 2.001 € |
| RAID 6 (Doppelte Parität) | 7 | 36,38 TiB | 2 Platten | 2.334 € |
| SHR-2 (Synology Hybrid RAID, 2 Platten) | 7 | 36,38 TiB | 2 Platten | 2.334 € |
| RAID 10 (Spiegelung + Striping) | 10 | 36,38 TiB | 1 Platte | 3.335 € |
| RAID 1 (Spiegelung) RAID 1 spiegelt nur eine Platte: mit 8 TB erreichen Sie höchstens 8 TB nutzbar. | – | – | – | – |
| RAID 0 (Striping) | 5 | 36,38 TiB | keine | 1.667 € |
Die Kostenspalte multipliziert die Plattenzahl mit dem günstigsten lieferbaren CMR-Angebot dieser Größe auf Amazon.de. Das NAS-Gehäuse selbst ist darin nicht enthalten.
Die Rechnung hinter der Zahl
Der Ausgangspunkt ist immer die Zahl der reinen Datenplatten: Zielkapazität geteilt durch die Größe einer Platte, aufgerundet. Für 40 TB mit 8-TB-Platten sind das fünf. Darauf kommt die Parität:
- RAID 5 und SHR: plus eine Platte. Macht sechs.
- RAID 6 und SHR-2: plus zwei Platten. Macht sieben.
- RAID 10: die doppelte Zahl an Datenplatten. Macht zehn, und das ist der Grund, warum RAID 10 im Heim-NAS selten vorkommt.
- RAID 1: immer genau zwei, und die nutzbare Kapazität ist die einer einzigen Platte. Für 40 TB bräuchten Sie also zwei 40-TB-Platten, die es nicht gibt.
Lieber vier große als acht kleine
Die Versuchung ist groß, beim günstigsten Preis je TB zuzuschlagen und dafür mehr Platten zu kaufen. In einem NAS ist das meist die schlechtere Entscheidung. Jede zusätzliche Festplatte ist ein weiteres bewegliches Bauteil, das ausfallen kann, das dauerhaft drei bis sechs Watt zieht und das im Wohnzimmer hörbar ist. Acht 8-TB-Platten haben dieselbe Rohkapazität wie vier 16-TB-Platten, aber die doppelte Ausfallwahrscheinlichkeit, den doppelten Stromverbrauch und brauchen ein größeres, teureres Gehäuse.
Die Rechnung kippt erst, wenn der Preisunterschied je TB sehr deutlich wird. Genau dafür gibt es die Kostenspalte im Rechner: Sie sehen sofort, was die Bequemlichkeit kostet.
Wie viel Reserve gehört eingeplant
Planen Sie nicht für heute. Ein NAS wird üblicherweise fünf Jahre und länger betrieben, und der Speicherbedarf wächst in dieser Zeit zuverlässig. Zwei Faustregeln haben sich bewährt: Rechnen Sie mit dem doppelten Ihres heutigen Bestands, und halten Sie den Pool dauerhaft unter 80 Prozent Füllstand. Der zweite Punkt ist kein Schönheitsproblem: Ein zu 85 oder 90 Prozent gefüllter Verbund wird spürbar langsamer, und bei ZFS ist ein fast voller Pool ein ernstes Leistungsproblem.
Die Schächte im Gerät sind die harte Grenze
Rechnen Sie nicht am Gehäuse vorbei. Ein Zwei-Schacht-NAS wie die Synology DS224+ kann RAID 5 gar nicht, weil dafür mindestens drei Platten nötig sind: Dort bleibt Ihnen RAID 1, und damit halbiert sich die Kapazität, egal wie groß die Platten sind. Wenn der Rechner Ihnen sechs oder sieben Platten ausgibt, brauchen Sie ein Gerät mit entsprechend vielen Schächten oder einen Selbstbau.
Und dann die richtigen Platten kaufen
Wenn die Zahl steht, entscheidet die Baureihe. In ein NAS gehören CMR-Platten mit Freigabe für den Dauerbetrieb, also Seagate IronWolf, WD Red Plus, Toshiba N300 oder deren Pro-Varianten. Welche davon zu Ihrem Einsatz passt, klärt die Kaufberatung.
NAS-Festplatten mit CMR, sortiert nach Preis je TB
Nur Baureihen mit Freigabe für den Dauerbetrieb und bestätigter CMR-Aufzeichnung, lieferbar auf Amazon.de.
Häufige Fragen
Wie viele Festplatten brauche ich für 40 TB nutzbaren Speicher?
Mit 8-TB-Platten sind es sieben Stück in RAID 6 oder sechs in RAID 5 beziehungsweise SHR. Mit 16-TB-Platten kommen Sie mit vier Platten in RAID 6 oder drei plus einer Paritätsplatte in RAID 5 aus. Größere Platten senken die Zahl der Schächte, den Stromverbrauch und die Zahl möglicher Ausfallkandidaten, kosten je TB aber oft etwas mehr.
Sind wenige große oder viele kleine Festplatten besser?
In einem NAS fast immer die wenigen großen. Jede zusätzliche Platte ist ein zusätzliches Bauteil, das ausfallen kann, das Strom zieht und das Geräusch macht. Vier 16-TB-Platten sind einem Verbund aus acht 8-TB-Platten in fast jeder Hinsicht überlegen, obwohl beide dieselbe Rohkapazität haben. Der einzige Vorteil vieler kleiner Platten ist ein oft niedrigerer Preis je TB, und der wiegt die Nachteile selten auf.
Soll ich gleich alle Schächte bestücken?
Wenn Sie klassisches RAID 5 oder RAID 6 fahren, ja. Ein bestehender RAID-5-Verbund lässt sich zwar erweitern, aber der Vorgang dauert lange und ist der riskanteste Moment im Leben eines NAS. Mit SHR (Synology) oder TRAID (TerraMaster) ist das Nachrüsten deutlich entspannter, weil beide gemischte Plattengrößen verkraften. Kaufen Sie im Zweifel eine Platte mehr als nötig.
Warum kostet die Paritätsplatte eine ganze Festplatte?
Weil die Parität exakt so viel Platz braucht wie die Daten, die sie absichert. RAID 5 verteilt die Paritätsinformationen zwar über alle Platten und legt sie nicht auf eine einzelne, aber in Summe entspricht der Verbrauch genau einer Platte. Bei vier Platten zahlen Sie also 25 Prozent Ihrer Kapazität für die Ausfallsicherheit, bei acht Platten nur noch 12,5 Prozent. Genau deshalb rechnet sich Parität mit steigender Plattenzahl besser.
Wie viel Reserve soll ich einplanen?
Rechnen Sie mit dem, was Sie in drei bis fünf Jahren brauchen, nicht mit dem heutigen Bestand. Ein NAS, das zu 90 Prozent voll ist, wird spürbar langsamer, und bei ZFS ist ein fast voller Pool ein echtes Problem. Ein guter Richtwert: Nehmen Sie Ihren heutigen Bedarf mal zwei und planen Sie darüber hinaus 20 Prozent Luft ein.

Leon Fischer ordnet bei nas-rechner.de ein, welche Festplatten, welcher Arbeitsspeicher und welcher NVMe-Cache zu welchem NAS-Modell passen – und was die RAID-Wahl für die nutzbare Kapazität bedeutet. Bei pcbau-rechner.de beantwortet er dieselbe Frage für Grafikkarten und Prozessoren.